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Als
ich am Anfang der sechsten Klasse damit konfrontiert wurde, dass
ungewöhnlicherweise die „Griechenlandreise“ die Griechisch-Schüler
nicht nach Athen, sondern nach Sizilien führt, war ich etwas enttäuscht.
„Athen?? Sizilien? Hmmmm, da kann doch was nicht stimmen! Meine
geographischen Kenntnisse sagen mir doch, dass Athen in Griechenland,
Sizilien aber eine Insel bei ITALIEN ist!“ – dachte ich mir.
In den Vorbereitungsstunden wurde mir (und natürlich auch allen
anderen Klassenkameraden) klar, dass die Griechen DOCH einiges in
Sizilien bewirkt hatten. Referate wurden verteilt, Dias gezeigt,
Zimmereinteilungen (was wohl für uns damals das wichtigste war....)
wurden gemacht.
Die Reise wurde zu einem Erlebnis, das wohl keiner vergessen würde.
Obwohl sie gut durchgeplant war, verliefen nur sehr wenige Dinge
nach den Vorstellungen unseres Professors. Der Busfahrer hatte anscheinend
keine Ahnung, wo sich die Ausgrabungsstätten befanden. So mußten
sich Kartenleser (Schüler und Professor) mit dem eher älteren Herrn
mit Armen und Beinen verständigen, was teilweise zu extremer Verwirrung
führte...
Die
Abende verliefen durchwegs sehr feucht. Supermärkte wurden geplündert
und das Gekaufte am Abend auf den Zimmern vernichtet. Leicht angeheitert
philosophierten wir dann über denn Sinn des Lebens und über die
griechische Sprache... Den krönenden Abschluß der Reise sollte ein
Besuch in einem Museum im Palermo sein. Tja, das Museum war an sechs
Tagen in der Woche geöffnet. Wir mußten natürlich am siebenten Tag
vor der Tür stehen.
Am
Flughafen in Wien teilte sich die Gemeinschaft in zwei Teile: Der
Professor, sichtlich verärgert, daß vieles nicht geklappt hatte
und die Schüler, die viele Erfahrungen und Lustiges von der Reise
mit nach Hause nahmen...
Heute
denke ich gerne an die Reise zurück und kann mich sogar noch an
das eine oder andere imposante Bauwerk (meist Tempel oder Bäder)
erinnern. Sicher werde ich, wenn ich älter bin, Sizilien noch einmal
besuchen und mir all das was ich damals nur als „alte Steine, die
auf einem Haufen liegen“ bezeichnet habe, nochmals ansehen.
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